Wie festlich sind Luftballons und gibt es nachhaltige Luftballons?

Wie festlich sind Luftballons und gibt es nachhaltige Luftballons?

Ein häufiger Gast auf Partys und Festen: Luftballons. Ein paar aufhängen und schon sieht es festlich aus. Aber was passiert mit unseren fröhlichen Freunden, wenn die Party vorbei ist? Nun, normalerweise landen Luftballons bald im Müll oder noch schlimmer: in der Natur. Woraus bestehen Luftballons eigentlich und gibt es so etwas wie nachhaltige Luftballons? Wir waren zuletzt zu Hause und haben es für euch herausgefunden.

Woraus bestehen eigentlich Luftballons?

Bevor wir von den Dächern schreien, dass Luftballons schlecht für die Umwelt sind, wollen wir wissen, woraus sie genau bestehen. Luftballons gibt es in allen Formen und Größen. Wenn wir ihre Umweltauswirkungen verstehen wollen, ist es besonders wichtig, das Material zu betrachten, aus dem sie hergestellt sind.

Warum ein Luftballon aus Naturkautschuk nicht unbedingt nachhaltig ist

Beginnen wir mit den Luftballons für Haus, Garten und Küche, die jeder kennt. Sie wissen schon: diese meist runden oder ovalen Ballons mit einer fröhlichen Farbe oder einem Aufdruck. Sie sind in der Regel aus Latex, auch bekannt als Naturkautschuk, hergestellt. Das steht oft auch auf der Verpackung und klingt ziemlich nachhaltig, aber leider ist das nicht die ganze Geschichte. Latexprodukte können so genannte Nitrosamine und nitrosierbare Stoffe enthalten. Einige Nitrosamine sind krebserregend. Deshalb gibt es strenge Regeln für die Menge an Nitrosaminen, die in Produkten enthalten sein dürfen. Aber nicht alle Hersteller halten sich an diese Vorschriften. Eine Untersuchung des Niederländische Behörde für Lebensmittel- und Verbraucherproduktsicherheit im Jahr 2018 ergab, dass 16 von 58 untersuchten Luftballons Nitrosamine und nitrosierbare Stoffe freisetzten, die über dem gesetzlichen Grenzwert lagen. Unser erster Tipp ist also einer für Ihre Gesundheit: Wenn Sie Luftballons verwenden, blasen Sie sie mit einer Pumpe auf, nicht mit dem Mund.

Links: Folienballons bestehen in der Regel aus einer dünnen Schicht aus Kunststoff und Metall. Richtig: Auch Luftballons aus Naturkautschuk können Schadstoffe enthalten.

Mehr Chemikalien in einem Ballon

Leider sind wir damit noch nicht fertig, denn Ballons enthalten oft noch andere Stoffe wie Ammoniak, Duftstoffe, Farbstoffe, Gummiverstärker, Zinkoxid und Schwefel. OK, das ist eine ziemlich lange Liste, und sie klingt weit weniger appetitlich als Naturkautschuk. Lassen Sie sich also nicht zu leicht von den grünen Begriffen auf der Verpackung verführen, denn meistens handelt es sich um viel Luft.

Woraus bestehen Folienballons?

Sind Folienballons also vielleicht doch besser? Folienballons sind in der Regel länger haltbar und bestehen aus Kunststoff - genauer gesagt aus BoPET - einem Material, das auch häufig für Verpackungen verwendet wird. Hinzu kommt eine weitere Metallschicht, z. B. aus Aluminium, die eine robuste Folie ergibt. Laut der Website der Regierung WO BEFINDET SICH IT.nl Folienballons sind bei normalem Gebrauch grundsätzlich sicher. Allerdings kann durch Abnutzung Mikroplastik freigesetzt werden. Daher gilt auch für Folienballons: Lassen Sie sie nicht in der Natur zurück.

Keine Party ohne nachhaltige Luftballons?

Die meisten Luftballons sind also nicht so gut für die Umwelt. Die Herstellung und die benötigten Rohstoffe haben, wie bei vielen anderen Gegenständen auch, negative Auswirkungen auf die Erde. Und da Ballons aus einem Materialmix bestehen, sind sie schwer zu recyceln. Andererseits wird für einen Ballon nicht so viel Material benötigt. Eine knackige Verpackung zum Beispiel hat ebenfalls negative Auswirkungen auf die Umwelt. Kann man die Party auch ohne Luftballons feiern? Top! Wir haben sogar bald eine Liste mit coolen, nachhaltigeren Alternativen für dich. Aber wenn du hin und wieder ein paar Luftballons verwendest - zum Beispiel, weil deine Kinder sie besonders mögen - ist das auch keine Katastrophe. In diesem Fall wähle aber lieber Ballons aus 100% Naturlatex mit natürlichen Farbpigmenten. Wenn Sie noch Schnüre benötigen, können Sie auch hier biologisch abbaubares Material wählen, wie z. B. Juteseil.

Nachhaltige Luftballons gehören auch nicht in die Natur

Ganz wichtig: Achten Sie darauf, dass Luftballons nach dem Gebrauch im Müll und nicht in der Natur landen. Dort verursachen sie nicht nur Müll, sondern auch Tiere können sich in ihnen verfangen oder die Ballons fressen. Die Wageningen University & Research warnt, dass selbst biologisch abbaubare Luftballons sich nicht schnell genug zersetzen, um keine Gefahr mehr darzustellen. Auch wenn auf der Verpackung ‘biologisch abbaubar’ steht: Luftballons sind nicht dazu bestimmt, in der Natur zu landen. Heliumballons, an denen eine Karte befestigt ist, werden losgelassen? Keine gute Idee. Wir sind daher froh, dass immer mehr Gemeinden dies verbieten. Übrigens können Sie hier nachlesen, wie Sie vorgehen können, wenn Ihre Gemeinde den Ballonstart noch nicht verboten hat.

Nachhaltige Alternativen zu Luftballons

Da Luftballons für die Umwelt doch nicht ganz optimal sind, haben wir uns auf die Suche nach nachhaltigeren Alternativen gemacht. Gibt es die? Ja, die gibt es! Wir haben ein paar für Sie aufgelistet.

  • Papierwaben sind farbenfrohe Dekorationen, die Sie entfalten und wiederverwenden können. Waben haben den gleichen festlichen Effekt wie Luftballons, aber sie halten viel länger, da sie mehrmals wiederverwendet werden können. Wählen Sie vorzugsweise Waben aus zertifiziertem Papier, z. B. FSC.
  • Tipp eines Followers: Kami fusen, das sind japanische Luftballons aus Reispapier. Man kann sie sicher mit dem Mund aufblasen, sie müssen nicht verschlossen werden und nach der Party kann man sie wieder flach lagern. Ideal! Diese sind erhältlich bei Batsu in verschiedenen Farben und in Form von Tieren. 
  • Etwas kleiner, aber genauso gemütlich: Pompons. Die können Sie ganz einfach aus Wollresten selbst herstellen. Sie haben keine Wolle im Haus? Dann schau im Secondhand-Laden vorbei. In diesem DIY sehen Sie, wie Sie Ihre eigenen Pompons herstellen können.
  • Anstelle von Luftballons können Sie natürlich auch fröhliche Girlanden aufhängen. Besonders nachhaltig, wenn man sie aus Stoffresten selbst herstellt. Hier findest du unser DIY für Stoffgirlanden und Sehen Sie sich hier das DIY für Papiergirlanden an. Keine Lust zum Basteln? Dann kaufen Sie eine schöne Stoffgirlande die Sie ein Leben lang genießen werden.
  • Und wie wäre es mit ein bisschen Papierkonfetti für mehr Atmosphäre? Oder noch grüner: Konfetti aus Blättern und Blumen. Suchen Sie (Blumen-)Blätter und stanzen Sie sie mit einem Locher zu Konfetti.
  • Wenn die Party im Freien stattfindet, können Sie den Boden auch mit Straßenkreide verzieren. Eine nachhaltigere Alternative zu Straßenkreide finden Sie hier.
  • Anstatt Luftballons aufsteigen zu lassen, blasen Sie Seifenblasen. Mindestens genauso festlich! Finden Sie eine natürliche Blase.

Ohne Luftballons ist es wirklich eine Party

Luftballons sind ein gern gesehener Gast auf Partys, aber weniger schön für die Umwelt. Lassen Sie sie niemals in der Natur zurück - auch wenn die Verpackung noch so nachhaltig klingt. Tiere wie Vögel und Fische können sich in ihnen verfangen oder sie fressen - mit all den unangenehmen Folgen. Zum Glück gibt es viele kreative und wiederverwendbare Alternativen, mit denen es genauso festlich wird. So wird es wirklich ein Fest für alle.

Quellen: WO BEFINDET SICH IT.nl, Wissensinstitut für nachhaltige Verpackungen, Eine Welt, NOS, Nordsee.nl, Utopia.de. Bildnachweis: Hauptbild: Happy Birthday: Tasse des Paares (Pexels), Frau mit Luftballons: Karolina Grabowska (Pexels), sitzende Frau mit haltbaren Luftballons: Cottonbro (Pexels).

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Abbildung von Kirsten Schoner

Kirsten Schoner

Kirsten schreibt gerne über nachhaltige Kindererziehung. Als Content Managerin ist sie die stille Kraft hinter dem Online-Magazin. Sie tut dies von Österreich aus, wo sie mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern versucht, so nachhaltig wie möglich zu leben.
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Kirsten schreibt gerne über nachhaltige Kindererziehung. Als Content Managerin ist sie die stille Kraft hinter dem Online-Magazin. Sie tut dies von Österreich aus, wo sie mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern versucht, so nachhaltig wie möglich zu leben.

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